Schädel-Hirn-Trauma Studie vorgestellt

Am 2. März 2026 wurden im Rahmen einer Veranstaltung im Bürgerhospital die Ergebnisse einer wichtigen Langzeitstudie präsentiert, die wir seit 2016 zusammen mit der Dr. Senckenbergische Stiftung mitfinanziert haben: „Entwicklung des ersten Instrumentes zur krankheitsspezifischen Erfassung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen nach Schädel-Hirn-Trauma (SHT), auch Gehirnerschütterung genannt.“

Ein Team des Instituts für Medizinische Psychologie & Medizinische Soziologie der Uni Göttingen hat sich mit dem Thema befasst und so zwischen 2017 und 2025 ein wegweisendes Diagnostik-Tool für SHT-Fälle entwickelt, das auch bei uns in der Neuropädiatrie zum Einsatz kommen soll.

Frau Prof. Dr. Nicole von Steinbüchel-Rheinwall, ehemalige Direktorin des Institutes in Göttingen, heute Lehrbeauftragte an der Universität Innsbruck, trug nach der Begrüßung von Dr. Kosta Schopow und Dr. Cathrin Schleussner die Ergebnisse des Projektes vor. Weitere Vortragende aus dem Projektteam waren auch Dr. Katrin Cunitz und Prof. Dr. Marina Zeldovich.

5961 Familien mit Kindern, die ein leichtes oder schwereres SHT erlitten haben, wurden angeschriebenen, aus den 409 Rückmeldungen konnten Fragebögen entwickelt werden, die als Diagnostiktool von niedergelassenen Ärzten, Psychologen und Ambulanzen eingesetzt werden, um die Auswirkungen eines SHT (auch wenn viele Jahre zurück liegend) mit in eine Krankheitsdiagnostik einzubeziehen. Wir sind sehr gespannt, welche Erkenntnisse sich noch aus der Anwendung in der Praxis ergeben.

Bilder von der Veranstaltung:

Für vertiefende Informationen finden Sie hier auch den Link zum übergeordneten Projekt QOLIBRI (Quality of Life after Brain Injury). Das erste interdisziplinäre Instrument, das seit 1999 speziell zur Bewertung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von Menschen nach einer traumatischen Hirnverletzung entwickelt wurde: QOLIBRI-Website