Seit fast 30 Jahren werden in unserem Clemi in der Abteilung Neurologische Frührehabilitation Kinder und Jugendliche mit schweren neurologischen, onkologischen und komplexen chronischen Erkrankungen behandelt. Die Krankheitsverläufe sind häufig langwierig, sehr belastend und von erheblichen Einschränkungen im Alltag geprägt. Darunter leiden nicht nur die jungen Patientinnen und Patienten selbst, sondern in besonderem Maß auch deren Eltern und Geschwister. Viele Familien kommen, oft nach einem monatelangen Leidensweg, in einer psychisch stark beanspruchten Verfassung zu uns ins Haus. Die dauerhafte Sorge um das Kind, die komplexen medizinischen Anforderungen und die Bewältigung des Alltags bei oft ungewisser Entwicklung der Erkrankung führen bei allen Beteiligten zu deutlichen emotionalen und psychischen Belastungen.
Dass viele dieser Familien dringend professionelle psychologische Unterstützung benötigen, ist nach Aussage von Chefarzt Prof. Dr. Kunzmann offensichtlich und deshalb übernehmen immer wieder Fachkräfte aus anderen Abteilungen diese wichtige Aufgabe. Im offiziellen Leistungskatalog der Krankenkassen ist die psychologische Betreuung der Angehörigen jedoch unverständlicherweise nicht verankert und so können wir diese Hilfe derzeit im Clemi nicht in dem benötigten Umfang anbieten. Diese Versorgungslücke möchten wir schließen. Dafür plant die Klinik die Einstellung einer Psychologin oder eines Psychologen, die auf einer 50%-Teilzeitstelle speziell für die Begleitung und Unterstützung der betroffenen Eltern und Geschwister zuständig ist. Dies stellt eine wichtige Ergänzung in unserem Versorgungsangebot dar, sind wir doch eines der ganz wenigen Reha-Zentren für Kinder überhaupt in Deutschland.
Wir unterstützen dieses wichtige Projekt und falls Sie auch gerne spontan helfen wollen, dann geht das ganz einfach mit wenigen Klicks über unsere Spendenseite, klicken Sie hier.
