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Geschichte im Überblick
Das Clementine Kinderhospital ist eines der ältesten Kinderkrankenhäuser Deutschlands und liegt im Osten Frankfurts in unmittelbarer Nähe des Zoos. Es bietet eine umfassende medizinische Versorgung für kranke Kinder vom Frühgeborenen bis zum Jugendlichen und legt dabei besonderen Wert auf das seelische Wohlbefinden seiner jungen Patienten. Entsprechend dem ausdrücklichen Stifterwillen werden Kinder nicht wie kleine Erwachsene behandelt, sondern ihre speziellen Bedürfnisse in einem kindgerechten Umfeld berücksichtigt – in medizinisch-fachlicher wie in menschlicher Hinsicht. Deshalb gibt es u.a. für Eltern die Möglichkeit, kostenlos bei ihren Kindern zu übernachten, und deshalb gibt es einen Garten mit einem Spielplatz, der auch für Kinder mit Behinderungen geeignet ist. Träger des Clementine Kinderhospitals war bis Ende 2008 die Clementine Kinderhospital - Dr. Christ’sche Stiftung, die auf zwei traditionsreiche Frankfurter Bürgerstiftungen zurück geht: die des kinderlieben Arztes und Geburtshelfers Dr. med. Johann Theobald Christ, dessen Kinderhospital 1845 eröffnet wurde, und die Stiftung Clementine Mädchenspital von Louise Freifrau von Rothschild aus dem Jahre 1875, die dem Andenken ihrer mit 20 Jahren gestorbenen Tochter Clementine gewidmet ist. Nach dem letzten Weltkrieg, in dem beide Kinderkrankenhäuser zerstört worden waren, gelang es, die im Nationalsozialismus aufgelöste Rothschild'sche Stiftung wieder in ihre Rechte einzusetzen; beide Stiftungen bauten 1954 gemeinsam ein neues Kinderkrankenhaus und schlossen sich 1974 zur "Clementine Kinderhospital - Dr. Christ'sche Stiftung" zusammen. In den achtziger Jahren wurde die Entwicklung zu einer überregional bedeutenden Kinderklinik eingeleitet, indem die allgemeine Pädiatrie durch wichtige medizinische Schwerpunkte mit entsprechenden Spezialambulanzen ergänzt wurde. Neue medizinische Angebote und vielfache Kooperationen kamen hinzu.
Die bauliche Erneuerung der Klinik und ihres Außengeländes durch umfangreiche Neu-, An- und Umbaumaßnahmen zwischen 2005 und 2012 machten das "Clemi" zu einem attraktiven Kinderkrankenhaus und geschätzten Partner. Die langjährige Kooperation mit dem Bürgerhospital Frankfurt e.V. führte zunächst zur Gründung des gemeinsamen "Mutter/Kind-Zentrum"; zum 1. Januar 2009 schließlich wurden beide Krankenhausbetriebe unter einem gemeinsam gegründeten neuen Träger, dem "Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser e. V." , zusammengeschlossen. Die Aufgaben der Stiftung haben sich dementsprechend verändert: Sie ist nicht mehr selbst Krankenhausträger, sondern vertritt in den Aufsichtsgremien des Vereins Frankfurter Stiftungskrankenhäuser die Interessen der Pädiatrie und des Clementine Kinderhospitals. Beide zu unterstützen ist ihre Hauptaufgabe; deshalb ist sie für das Wohlwollen ihrer Freunde, Spender und Sponsoren unverändert dankbar.
Geschichte ausführlicher
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Von der Gründung bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts
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Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg
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Entwicklung zu einem modernen Krankenhaus Medizinische Weiterentwicklung, Schwerpunkte, Kooperationen Bauliche Erneuerung der Klinik Klinikleitung
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Gedenktafel und Jubiläen
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Zusammenschluss mit dem Bürgerhospital 2009
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Generationswechsel im Stiftungsvorstand
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Jüngste Entwicklungen
Von der Gründung bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts
Die Clementine Kinderhospital - Dr. Christ’sche Stiftung geht auf zwei traditionsreiche Frankfurter Bürgerstiftungen zurück: Die Dr. Christ’sche Stiftung des kinderlieben Frankfurter Arztes und Geburtshelfers, dessen Kinderhospital 1845, vier Jahre nach seinem Tod, eröffnet werden konnte, und das Clementine Kinderhospital, das Louise von Rothschild zum Andenken an ihre mit 20 Jahren gestorbene Tochter Clementine gestiftet und im Jahre 1875 zunächst als Clementine Mädchenspital eröffnet hat (nach der Öffnung für Jungen umbenannt in Clementine Kinderhospital.)
Das Entbindungshaus der Dr. Christ’schen Stiftung in der Theobald Christ Straße
 Das ursprüngliche Clementine Mädchenspital an der Bornheimer Landwehr
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 Das Clementine Mädchenspital nach der Erweiterung von 1899
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Beide Stifter hatten - in einer Zeit, in der die medizinische Versorgung kranker Kinder aus armen Familien noch keineswegs selbstverständlich war - die Notwendigkeit spezieller, „für sich bestehender“ Kinderkrankenhäuser erkannt, die Kindern aller Konfessionen, vor allem aus ärmeren Familien, offen stehen sollten. Hier sollten Kinder nicht wie kleine Erwachsene behandelt, sondern ihre speziellen seelischen und körperlichen Bedürfnisse in einem kindgerechten Umfeld berücksichtigt werden – in medizinisch-fachlicher wie in menschlicher Hinsicht. (siehe auch unter "Stifter") Ihren Stiftungszweck konnten beide Kinderkrankenhäuser so dauerhaft und erfolgreich erfüllen, weil sie großzügig unterstützt wurden: Das „Spitälchen“ der eher bescheidenen Dr. Christ’schen Stiftung erhielt seit seiner Gründung Mittel von Frankfurter Bürgern und Institutionen, die auch den Bau des angrenzenden Entbindungsheims ermöglichten. Die Rothschild’sche, mit einem Grundkapital von 800 000 Goldmark reich ausgestattete Clementine-Stiftung wurde nach dem Verlust ihres Vermögens durch den ersten Weltkrieg und die Inflation bis in die zwanziger Jahre hinein regelmäßig von den in Paris und London verheirateten Töchtern der Stifterin mit Zuwendungen bedacht. 1928 übertrug sie aus finanziellen Gründen ihren Krankenhausbetrieb dem Vaterländischen Frauenverein des Roten Kreuzes, dessen Vorstand auch gleichzeitig Vorstand der Stiftung wurde.
Von 1930 bis 1933 erlebte das Clementine Kinderhospital unter der Leitung des fachlich und wissenschaftlich renommierten Kinderarztes Prof. Dr. Paul Grosser eine besondere Blütezeit, die mit dem von den Nationalsozialisten erzwungenen Verlust all seiner Ämter endete. Die Emigration mit seiner Familie nach Paris überlebte er um nur 7 Wochen.
 Prof. Dr. Paul Grosser mit seiner Familie in Frankfurt
Die Zeit des Nationalsozialismus brachte für beide Stiftungen die Missachtung von Stiftungszwecken und die Vertreibung ihrer jüdischen Ärzte und Vorstandsmitglieder aus ihren Ämtern; junge Patienten wurden Opfer von Euthanasieverbrechen. Die Rothschildsche Stiftung wurde aufgelöst und damit ihr Name wie der der Stifterin ausgelöscht. Eine Gedenktafel an der Innenhof-Fassade des Clementine Kinderhospitals erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus (siehe auch weiter unten) Im zweiten Weltkrieg wurden beide Kinderkrankenhäuser bei Bombenangriffen zerstört. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden, weil das Dr. Christ'sche Kinderhospital in das Taunusdörfchen Oberstedten ausgelagert war und man im Clementine Kinderhospital frühzeitig den Luftschutzkeller aufgesucht hatte.
Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg
Revitalisierung der Rothschild'schen Stiftung und Neubau des Krankenhauses
Nach dem Krieg gelang es dem umsichtigen und beharrlichen Stiftungsvorstand, die Rothschild’sche Stiftung wieder in ihre Rechte einzusetzen; sie verkaufte ihr wertvolles Grundstück an der Bornheimer Landwehr an die Stadt und baute - mit Unterstützung durch Land und Stadt - auf dem gepachteten Trümmergelände der Dr. Christ'schen Stiftung in der Theobald Christ-Straße ein neues, damals hoch modernes Kinderhospital, das 1954 eröffnet wurde.
Zum Chefarzt wurde Dr. med. Horst Becker bestellt, der schon ab 1946 für einige Jahre im ausgelagerten Dr. Christ'schen Kinderhospital fest angestellt gewesen war
Zusammenschluss der beiden Stiftungen
1974 schlossen sich die inzwischen vielfach verzahnten Stiftungen unter der Leitung der beiden verdienstvollen Vorstandsvorsitzenden Fenja Casper (Stiftung Clementine Kinderhospital) und Horst Melber (Stiftung Dr. Christ'sches Kinderhospital) zur heutigen "Clementine Kinderhospital - Dr. Christ’sche Stiftung" zusammen, deren Vorsitz zunächst Fenja Casper, später Horst Melber bis zu seinem Tod im Jahre 1997 innehatte.
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Horst Melber Mitglied in beiden Stiftungsvorständen und späterer Vorsitzender der vereinigten Clementine Kinderhospital-Dr. Christ'sche Stiftung bis zu seinem Tod 1997
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Fenja Casper ab 1971 im Vorstand des Clementine Kinderhospitals, erste Vorsitzende der vereinigten Stiftungen von 1975 bis 1981, seitdem Ehrenmitglied bis zu ihrem Tod
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Aufgaben des Stiftungsvorstands
Nach dem Willen beider Stifter sollten die Leitung (Administration, Vorstand) ihrer Stiftungen und damit der Geschicke ihrer Krankhäuser sowie die Ernennung und Beaufsichtigung der Klinikleitung ehrenamtlich von Frankfurter Bürgern übernommen werden. Unter ihnen sollten ein approbierter Kinderarzt und ein weiteres Mitglied sein, das zum Richteramt befähigt ist. Traditionell sind ebenfalls ein Wirtschaftsfachmann und ein Architekt im Vorstand vertreten, sodass die verschiedenen Aufgaben der Stiftung als Trägerin des Krankenhauses kostensparend und mit hoher professioneller Fachkenntnis weitgehend aus den eigenen Reihen bewältigt werden konnten. Die Stiftungsvorsitzende sollte lt. später hinzugekommener Geschäftsordnung auch an den regelmäßigen Sitzungen der Klinikleitung teilnehmen.
Nicht selten wurden die Ämter im Vorstand auch in zweiter und dritter Generation von der gleichen Familie bekleidet, wie derzeit von den Familien Westpfahl, Melber und Nicol. Vor allem ihnen ist es zu verdanken, dass trotz der Zerstörungen im Krieg und der Wirren der Nachkriegszeit ein neues Kinderhospital und eine starke vereinigte Stiftung entstehen konnten. Über viele Jahre bereicherten den Stiftungsvorstand als kluge Ratgeber - neben den oben erwähnten - Prof. Dr. Otto Hövels, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsklinik Frankfurt, sein Nachfolger Prof. Dr. Bernhard Kornhuber und der Mitbegründer und jahrelange Vorsitzende der Kinderhilfestiftung Dr. h. c. Dieter Hofmann.
Chefarztwechsel 1982 und ärztliche Leitung im Kollegialsystem von 1991 bis 2005
1982 wurde Prof. Dr. Jürgen Dippell, Nephrologe und Rheumatologe an der Universitätskinderklinik Frankfurt, als Chefarzt und Nachfolger von Dr. Horst Becker ins "Clemi" berufen. Er fand - nach eigenen Worten - ein Krankenhaus vor, das, 27 Jahre nach seinem Wiederaufbau, dringend den inzwischen veränderten Anforderungen angepasst werden musste. Die baulichen, technischen, hygienischen und strukturellen Mängel mussten kontinuierlich behoben werden, um den gestiegenen Erwartungen der Eltern wie auch der niedergelassenen Kinderärzte und regionalen Geburtskliniken zu genügen.
1991 wurde Priv.-Doz. Dr. Roland Wönne als Zweiter Chefarzt bestellt. Ebenfalls von der Uniklinik Frankfurt kommend, etablierte er am "Clemi" sein Fachgebiet, die pädiatrische Pneumologie und Allergologie, als neuen medizinischen Schwerpunkt. Nach seinem überraschenden, viel zu frühen Tod im Jahre 2005 wurde das System der ärztlichen Doppelspitze aufgegeben.
Entwicklung zu einem modernen Krankenhaus
Medizinische Weiterentwicklung, Schwerpunkte und Kooperationen
Vorbemerkung
Seit den achtziger und neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts zeichneten sich im Gesundheitswesen Veränderungen ab, auf die sich insbesondere die Krankenhäuser einstellen mussten und müssen, wenn sie ihre Existenzberechtigung für die Zukunft sicher erhalten wollten. Der medizinische Fortschritt machte Spezialisierung und Schwerpunktbildung notwendig. Weil bei steigenden Kosten Krankenhäuser nicht mehr alles selbst machen konnten, wurden Kooperationen und Vernetzungen mit anderen Partnern zwingend. Die Frage nach der kostenoptimalen Betriebsgröße gewann an Bedeutung. Stiftungsvorstand und Krankenhausleitung gelangten deshalb zu der gemeinsamen Überzeugung, dass Name und Identität des Hauses entsprechend dem Stifterwillen nur erhalten werden können, wenn das Krankenhaus ein möglichst starker und gut gerüsteter Partner sein würde. Deshalb war es das Ziel, sowohl die medizinischen Inhalte und ihre Qualität als auch die baulichen und technischen Gegebenheiten im Clementine Kinderhospital auf möglichst hohem Niveau sicher zu stellen und den gestiegenen Anforderungen anzupassen. Das bedeutete in erster Linie den Ausbau der medizinischen Schwerpunkte und Kooperationen sowie die bauliche Erweiterung und Erneuerung des Krankenhauses.
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Dr. med. Barbara Reschke erste Vorsitzende des Stiftungsvorstands von 1997 bis 2011
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Dr. jur. Manfred Westpfahl zweiter Vorsitzender des Stiftungsvorstands seit 1985
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Die ärztliche Klinik-Leitung in den neunziger Jahren: Chefarzt Priv.- Doz. Dr. Roland Wönne, Chefarzt Prof. Dr. Jürgen Dippell (ärztlicher Direktor), Dr. Maya von Stauffenberg, Leitende Oberärztin
Medizinische Schwerpunkte
Unter der Leitung von Prof. Dippell wurde die Entwicklung zu einer überregional bekannten Kinderklinik eingeleitet, indem die allgemeine Pädiatrie durch wichtige medizinische Schwerpunkte ergänzt wurde. Mit ihren jeweils angeschlossenen Spezialambulanzen sind manche von ihnen die einzigen ihrer Art im Rhein-Main-Gebiet und haben für Patienten und niedergelassene Kinderärzte der Region große Bedeutung erlangt:
- die Nephrologie mit der einzigen Kinderdialyse der Region (in Kooperation mit dem Kuratorium für Heimdialyse und Nierentransplantation), die vom Chefarzt der Klinik geleitet wird
- die Rheumatologie, ebenfalls als einzige im Rhein-Main-Gebiet, unter der Leitung von Oberarzt Dr. Christoph Rietschel
- die Neurologie, 2004 durch die neurologische Früh-Rehabilitation ergänzt, unter der Leitung von Oberärztin Dr. Ulrike Neirich und Dr. Maya von Stauffenberg, Leitende Oberärztin
- die Psychosomatik unter der Leitung von Dr. Maya von Stauffenberg, Leitende Oberärztin
- die Pneumologie und Allergologie, etabliert vom Zweiten Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Roland Wönne. Nach seinem Tod im Jahre 2005 übernahm Dr. Richard Kitz, zuvor ebenfalls an der Uniklinik, als Oberarzt die Leitung.
- die klinikeigene Kinderkrankenpflegeschule sorgte unter der Leitung von Barbara Burkert für hervorragend ausgebildeten Nachwuchs.
Drei zukunftsweisende Projekte zwischen 2000 und 2002
1. Tagesklinik
Um insbesondere chronisch kranken Kindern stationäre Aufenthalte zu ersparen, richteten wir in den entsprechend umgestalteten Räumen der Kinderkrankenpflegeschule im Schwesternwohnhaus eine Tagesklinik ein und verlegten die Schule in das sanierte und modernisierte Dachgeschoss. Ermöglicht wurden diese kostspieligen Maßnahmen von der Carls-Stiftung, nach der das Gebäude seitdem Carlshaus heißt.
2. Neonatologische Intensivstation am Bürgerhospital Nach mehreren vergeblichen Versuchen gelang es uns im Jahre 2001, die Universitäts-Kinderklinik von der Notwendigkeit einer weiteren Neonatologischen Intensiv-Versorgung im Frankfurter Osten zu überzeugen und zur Mitarbeit zu bewegen: Am Bürgerhospital wurde als Ergebnis gemeinschaftlicher Überlegungen eine Neonatologische Intensivstation eingerichtet (wiederum finanziert von der Carls-Stiftung). Im Rahmen eines Kooperations- und Rotationsvertrages arbeiteten dort Mitarbeiter aus dem Clementine Kinderhospital, dem Bürgerhospital und dem Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsklinik Frankfurt zusammen.
3. Umbau unserer Säuglingsstation
Die Intensivstation im Bürgerhospital war Anlass für uns, unsere Früh- und Neugeborenenstation, die nun vermehrt die verlegungsfähigen Frühgeborenen vom Bürgerhospital übernehmen sollte, zu modernisieren und für die Mitaufnahme von Eltern zu ertüchtigen. Zu dieser Baumaßnahme verhalfen uns die Mannschaft der Eintracht Frankfurt Fußball AG samt ihrem Vorstand und das Ehepaar Karl und Else Seifried.
Kooperationen
Zur umfassenden medizinischen Versorgung trugen neben den weiter entwickelten Schwerpunkten mit ihren Spezialambulanzen vielfältige Kooperationen bei:
- Die Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation (KfH) bestand seit den achtziger Jahren und ermöglichte auf dem Gelände des Kinderhospitals die einzige Kinderdialyse im Rhein-Main-Gebiet (unter ärztlicher Leitung des "Clemi"-Chefarztes).
- Unter dem Dach der Kinderhilfestiftung gibt es die „strategische Allianz“ der Kinderkliniken des Universitätsklinikums Frankfurt, der Städtischen Kliniken Höchst, des Klinikums Offenbach und des Clementine Kinderhospitals.
- Ein 2005 geschlossener Kooperationsvertrag zwischen der Kinderkrankenpflegeschule des Clementine Kinderhospitals und der Krankenpflegeschule des Stadtkrankenhauses Offenbach sicherte die exzellente Ausbildung des dringend benötigten Nachwuchses in der Kinderkrankenpflege.
- Mit dem benachbarten Kinderkardiologen und ehemaligen Oberarzt am Clementine Kinderhospital Peter Hübner wurde 2005 ein Kooperationsvertrag geschlossen, der die optimale kardiologische Versorgung der Kinder garantierte.
- Die radiologische Diagnostik oblag dem Chefarzt der Radiologie des Hospitals zum Heiligen Geist, Frankfurt
- Der 2006 gegründete „Freundeskreis des Clementine Kinderhospitals“ wurde hilfreicher Partner bei vielen Projekten, die er mit Rat und finanzieller Unterstützung zu realisieren half oder selbst initiierte (siehe "Freundeskreis")
- Die vertraglich festgelegte Kooperation zwischen unserer Kinderklinik, dem Bürgerhospital und der Neonatologie der Universitätskinderklinik Frankfurt auf dem Gebiet der Neonatologischen Intensivversorgung führte 2006 zur offiziellen Gründung des auch vom Land gewünschten „Mutter/Kind-Zentrum“, dem auch das Marienhospital mit angehörte.
- Einer Intensivierung und Vereinfachung der Zusammenarbeit mit dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) diente sein Umzug in das neue Haus Giersch, das 2007 bezugsfertig war. (siehe unten)
- Die Kooperation mit der Mobilen Kinderkrankenpflege der "Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung" half, die Versorgung chronisch kranker Kinder in häuslicher Umgebung sicher zu stellen.
- Regelmäßige Sonographiekurse und andere Veranstaltung für die niedergelassenen Kinderärzte vertieften das gegenseitige Vertrauen und die gute Zusammenarbeit

Vom Frühgeborenen bis zum Jugendlichen: Patienten im Clementine Kinderhospital
Neue medizinische Angebote
1. Neurologische Früh-Rehabilitation
2004 wurde uns vom Hessischen Sozialministerium der Versorgungsauftrag für die Neurologische Früh-Rehabilitationder Phasen B und C angetragen, den wir trotz zunächst noch ungeklärter Finanzierung übernahmen, weil er unseren wichtigen neuropädiatrischen Schwerpunkt sinnvoll ergänzte.
2. Schreiambulanz
2007 konnten wir das Therapiezentrum für frühkindliche Regulationsstörungen mit der Schreiambulanz als zusätzliches Angebot schaffen, das uns auch wegen seiner sozialpolitischen Bedeutung wichtig war und von vielen Familien dankbar angenommen wurde. Ermöglicht wurde sie durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, die eine zweijährige Anschubfinanzierung übernahm, während die Kinderhilfestiftung die Ausstattung finanzierte. Seit 2010 in der Trägerschaft des benachbarten Kooperationspartners SPZ (Sozialpädiatrisches Zentrum) des vae (Verein Arbeits- und Erziehungshilfe), in dessen Angebotspalette sie optimal hineinpasst, benötigte sie für eine Übergangszeit weiterhin finanzielle Unterstützung. Zu dieser hatte sich, dank der Zuwendung eines Sponsors, unsere Stiftung bereit erklärt. Denn die Einrichtung findet bei Eltern und niedergelassenen Kinderärzten eine hohe Akzeptanz, und ihre sozialpolitische Bedeutung im Sinne der Prävention rechtfertigte alle Bemühungen, ihre Erhaltung sicher zu stellen. Die Spende des Rotary Club Frankfurt am Main Paulskirche ermöglicht überdies die Finanzierung von Hebammen, die bei Bedarf den Familien zur Seite stehen. (Siehe auch "laufende Projekte")
3. Kinderdiabetologie
2010 wurden die medizinischen Schwerpunkte am "Clemi" um die Kinder-Diabetologie ergänzt. Sie ist Teil des „Diabeteszentrum Rhein-Main“, das der Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser e.V. fachübergreifend gegründet hat. Seine Fachärzte behandeln Diabetiker jeden Alters: Kinder und Jugendliche im Clementine Kinderhospital, Erwachsene im Bürgerhospital; schwangere Diabetikerinnen und ihre gefährdeten Kinder werden dort schon vor der Geburt betreut.
Bauliche Erneuerung der Klinik
Neubau für die Neuropädiatrie 1994
Bereits 1987 hatte es einen Erweiterungsbau gegeben, der 1994 aufgestockt wurde, um den für den neurologischen Versorgungsauftrag notwendigen Platz zu schaffen. Ihn finanzierte hauptsächlich das Land Hessen; die Spendenaktion der F.A.Z. -Stiftung „Leser helfen“ ermöglichte die umfangreiche Ausstattung, und Senator E. h. Prof. Carlo Giersch stiftete einen Spielplatz, der auch auf behinderte Kinder Rücksicht nahm.
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Das Clementine Kinderhospital
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zwischen 1995 und 2004
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Umfängliche Bau- und Sanierungsmaßnahmen von 2005 bis 2012
Parallel zur medizinischen Weiterentwicklung planten wir die dafür dringend notwendige bauliche Ertüchtigung des Krankenhauses. Die Neu-, An-, Um- und Ausbauten erfolgten in mehreren Abschnitten und beinhalteten:
- Neubau Haus Giersch für das SPZ sowie für die Psychosomatische Station und Chefarzträume der Klinik
- Verbindungsneubau für Eingang und Wartebereich
- Anbau für Liegend- und Notfallaufnahme und neues Treppenhaus
- Integration der Tagesklinik in den neuen Aufnahmebereich
- Umbau und Erweiterung der Säuglingsstation
- Sanierung und Ausbau des Dachgeschosses (ehemals Psychosomatik) für Verwaltungs- und Sitzungsräume
- Ausbau des Dachgartens für die Nutzung durch Eltern und Mitarbeiter
- Gestaltung des neu entstandenen geschlossenen Innenhofes
- Umbau und Renovierung der großen Allgemeinstation
- Neuanlage des Außengeländes mit Sicherheitsumzäunung, neu ausgerüstetem Spielplatz und Parkplätzen
- Einbeziehung des Fleck'schen Mausoleums in den Spielplatz
Planung
Seit 2000 verfolgten Stiftungsvorstand und Krankenhausleitung zusammen mit dem Kooperationspartner SPZ (Sozialpädiatrisches Zentrum des Vereins Arbeits- und Erziehungshilfe Frankfurt) die Idee, die gute Zusammenarbeit durch einen Umzug des SPZ auf das Klinik-Gelände weiter zu verbessern und im Interesse der Patienten zu vereinfachen. "Clemi"-Chefarzt Prof. Dippell und die damalige Leiterin des SPZ Dr. Carla Heller entwickelten zusammen mit dem Stiftungsvorstand das Projekt, an dessen Anfang die Überlegung gestanden hatte, den alten Verwaltungs-Flachbau aufzustocken - glücklicherweise war dies aus statischen Gründen nicht möglich, sodass schließlich dessen Abriss und ein Neubau an gleicher Stelle geplant wurde. Dieser sollte auch Platz für die Psychosomatische Station der Klinik und für Chefarzträume bieten. Außerdem war es dringend notwendig geworden, Flächen und Bettenzahlen den vielen neuen Aufgaben anzupassen, interne Abläufe zu verbessern und die Attraktivität des gesamten Krankenhauses für Eltern und Kinder zu steigern. Unsere dem Sozialministerium 2002 vorgelegte Zielplanung bestätigte den erheblichen zusätzlichen Raumbedarf.
Sponsoren und Freunde des "Clemi", von links: Werner D’Inka, Herausgeber der F.A.Z., Dr. h.c. Dieter Hofmann, Vorsitzender der Kinderhilfestiftung, Prof. Arno Lustiger, Frankfurter Gelehrter und Publizist (gestorben 2012), Stifter-Ehepaar Sens. E.h. Prof. Carlo und Karin Giersch
Finanzierung
Für die Finanzierung des Neubaus konnten wir die Stiftung Giersch des Stifterpaares Sens. E.h. Karin und Prof. Carlo Giersch gewinnen, das auch schon bei früheren Anschaffungen ein offenes Ohr für die "Clemi"-Belange gezeigt und den Spielplatz für behinderte Kinder gestiftet hatte. Mit der Bereitschaft, diesen Neubau, der schon in der Planungsphase immer aufwendiger und teurer wurde, zu finanzieren, schafften sie für uns die grundlegende Voraussetzung für die gesamten späteren Baumaßnahmen. Ausstattung und spezielle Einrichtung wurden erneut durch die F.A.Z.-Aktion „Leser helfen“ ermöglicht, durch die das Projekt bekannt wurde und viele weitere Unterstützer fand – private Sponsoren ebenso wie Firmen und Stiftungen. Maßgebliche Hilfe kam zusätzlich von der Kinderhilfestiftung und der Alfred Herrhausen Stiftung der Deutschen Bank. Die Projektleitung für diesen Bauabschnitt übernahm pro bono die Fiema Groß und Partner. Mit der Zusage für diese privaten Mittel und der Zielplanung in der Hand gelang es uns, vom Hessischen Sozialministerium die Zusage für Fördermittel für die zusätzlichen Erweiterungs- und Umbaupläne zu erhalten.
Die Finanzierung ist gesichert: Staatsministerin Silke Lautenschläger überbringt den Fördermittelbescheid von links: Hauptfinanziers Sen. E.h- Prof. Carlo Giersch und Staatsministerin Lautenschläger, Stiftungsvorsitzende Dr. Barbara Reschke und Geschäftsführer Tobias Gottschalk
Chefarzt Priv. Doz. Dr. Kay Latta und Barbara Reschke mit dem Modell des neuen Krankenhauses, das von msm architecture angefertigt und von der Messe Frankfurt spendiert wurde
Die zusätzlichen Mittel für den außergewöhnlichen Innenhof verdanken wir hauptsächlich Prof. Giersch persönlich und der Kinderhilfestiftung (siehe auch Besondere Projekte). Die Neuanlage des Außengeländes mit Sicherheitsumzäunung, neuem Spielplatz unter Einbeziehung des Mausoleums und Parkmöglichkeiten konnte im Wesentlichen aus Mitteln des "Konjunkturpaketes" und der Clementine Kinderhospital-Dr. Christ'sche Stiftung finanziert werden. Spezielle Hilfe für die Abdeckung des Mausoleums kam von der Kinderhilfestiftung und dem Denkmalamt Frankfurt. Dennoch mussten erhebliche Kosten, insbesondere die der Renovierung und Sanierung, vom Krankenhausträger übernommen werden.

Beginn der Baumaßnahmen
Die umfangreichen Baumaßnahmen begannen nach einiger Verzögerung im Frühjahr 2005 mit dem Abriss des Verwaltungs-Flachbaus, an dessen Stelle der privat finanzierte Neubau „Haus Giersch“ errichtet und 2007 bezogen wurde, und dem vom Sozialministerium finanzierten Verbindungsungsbau für den Eingangs- und Wartebereich. Um- und Anbauten für die Neustrukturierung von Funktionsbereichen schlossen sich an.
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Aus- und Lichtblicke
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während der langen Bauzeit
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 Spannende Abwechslung für die Kinder mit Mitarbeitern der Firma Gross und Partner
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Die Künstlerin Eva Schwab
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stellt ihre Kinderbuch-Plakate
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zur Verfügung...
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 ... beim Richtfest für das "Haus Giersch" im September 2006.... ....mit Trompeten-Fanfaren und Malwettbewerb
Mit der vielfältigen Bautätigkeit bei laufendem Betrieb, mit der unterschiedlichen Finanzierung - teils durch die Stiftung Giersch und weitere private Sponsoren, teils aus Fördermitteln des Landes - und mit zwei verschiedenen Bauherrn war dies Projekt nach den Worten von Prof. Giersch "die komplizierteste Baustelle der Stadt" und stellte für alle Beteiligten - und natürlich auch für die lärmgeplagten Mitarbeiter - eine beachtliche Herausforderung dar. Umso erwartungsvoller sahen der Stiftungsvorstand als Krankenhausträger und Bauherr ebenso wie Mitarbeiter und Patienten der für Frühjahr 2011 geplanten endgültigen Fertigstellung dieser „kleinen Perle unter den großen Krankenhäusern “ entgegen; so hatte die Architektin Petra Wörner, unsere "Zielplanerin", die wir später für den Stiftungsvorstand gewinnen konnten, das erwartete Ergebnis beschrieben.
Fertigstellung des "Haus Giersch" und des neuen Verbindungsgebäudes im September 2007
Die Einweihung des ersten Bauabschnittes, des Neubaus "Haus Giersch" und des neuen Eingangsbereiches, stellte im Herbst 2007 eine willkommene Unterbrechung der baubedingten Dauerbelastung dar.

Das "Haus Giersch" und der neue flache Verbindungsbau bestimmen die Front zur Theobald-Christ-Straße...
....und den Blick in die Baustelle Innenhof

Mitarbeiter auf dem Verbindungstrakt zum neuen Haus Giersch.
Als Ehrengäste und Redner bei der offiziellen Einweihung waren der Stattssekretär im hessischen Sozialministerium Krämer, die Frankfurter Oberbürgermeisterin Dr. h.c. Petra Roth und der Historiker und Publizist und Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Prof. Alfred Grosser aus Paris gekommen. Als kleiner Junge hat der die Demütigung seines Vaters, des ehemaligen erfolgreichen Chefarztes des Clementine Kinderhospitals, und die erzwungene Emigration der Familie nach Paris miterlebt; umso mehr wissen wir seine Freundschaft zu schätzen. (Siehe auch weiter unten)

Das Stifterpaar Sens. Karin und Prof. Carlo Giersch und die Architekten Holger Meyer und Martin Schapfeld übergeben den Schüssel zum "Haus Giersch" an Stiftungsvorsitzende und Chefarzt
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Geschäftsführer Tobias Gottschalk, Vorstandsmitglieder Prof. Thomas Busse und Dr. Manfred Westpfahl
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HSK-Manager Holger Strehlau, Vorstandsmitglied Dipl. Ing.Petra Wörner
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Prof. Alfred Grosser, Barbara Reschke, Oberbürgermeisterin Dr. h.c. Petra Roth und Stifter-Paar Sens. Karin und Prof. Carlo. Giersch
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Schatzmeister Dr. Welf Müller und Prof. Carlo Giersch
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Abschluss der Baumaßnahmen mit der Fertigstellung des Innenhofes
Im Frühjahr 2011 war der letzte Abschnitt der umfangreichen Baumaßnahmen fertig gestellt: der Innenhof.
Um für die Gestaltung dieses zentralen "multifunktionalen" Krankenhausbereiches die sinnvollste und zugleich für Kinder attraktivste Lösung zu finden, hatte es 2009 einen Wettbewerb gegeben, den die Architektin in unserem Stiftungsvorstand Petra Wörner mit Mitarbeitern von wornerundpartner architekten organisiert hatte.
Die Jury, von links: Sen. E.h. Prof. Carlo Giersch, Jantien Bierich, Prof. Ariel Auslender, Dr. Barbara Reschke, Dipl. Ing. Oliver Hantke, Oberbürgermeisterin Dr. h.c. Petra Roth, Dipl. Ing. Peter Cachola Schmal, Direktor des Architekturmuseums
Die Jury hatte sich für den Entwurf "El recreo, ein Garten für Josefine" von Prof. Ariel Auslender und Dipl. Ing. Oliver Hantke von der Technischen Universität Darmstadt entschieden; sie hatten auch schon die Spielskulptur "Josefine" geschaffen, die nun in den Innenhof-Garten umsiedeln durfte.
(Weiteres siehe unter "Besondere Projekte").
Blick beim Betreten des Innenhofes mit "Josefine" im Vordergrund und Blick zurück auf den Eingang
Der Hof muss Durchgang sein, soll aber trotzdem - mit Rücksicht auf die umliegenden Patienten- und Behandlungszimmer - als Ort der Erholung und "des ruhigen Verweilens" dienen. Mit seinen echten Bäumen und den Baumkulissen aus Metall, mit blühenden Pflanzen, Beeren und Kräutern soll er Anregung für die kindlichen Sinne zu jeder Jahreszeit bieten. (Zum Spielen und Toben gibt es das große Spielgelände)
Auch in der Dunkelheit faszinieren die Bäume und ihre metallenen, naiv-abstrahierten Ebenbilder: Zu den geheimnisvollen Beleuchtungseffekten hatten die Beleuchter der Städtischen Bühnen Frankfurt ihren fachmännischen Rat gegeben.
 
Der Name des Innenhofes hat sich allerdings geändert: Die Vorstandskollegen der scheidenden Stiftungsvorsitzenden Barbara Reschke hatten heimlich beschlossen, den Innenhof nach ihr zu benennen und Oliver Hantke mit einem dekorativen Namenszug beauftragt - er nimmt das Libellen-Motiv der Spendertafel auf.

Sie haben den Innenhof geschaffen: Der Architekt Dipl. Ing. Oliver Hantke, Darmstadt, und die Landschaftsarchitektin Dipl. Ing, Lydia Specht, Frankfurt
Am 6. Mai 2011 konnte die offizielle festliche Einweihung des "neuen" Clementine
Kinderhospitals stattfinden
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Innenhof und "Haus Giersch"
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Haupteingang in der Theobald Christ Straße - das große Medaillon von Clementine ist durch den Laternenpfahl verdeckt
 Der verglaste Eingangsbereich erlaubt den Blick bis in den Innenhof
Fertigstellung des Außengeländes im Dezember 2012
Die Neuanlage des Außenbereiches mit Sicherheitsumzäunung, neuem Spielgelände und Parkplatz stellte den letzten Abschnitt der Rundumerneuerung des Clementine Kinderhospitals dar. Die Freigabe zur Nutzung konnte erst deutlich später als geplant erfolgen.
Fleck'sches Mausoleum
Die Ursache der Verzögerung lag unter einem Hügel verborgen, auf dem ein von dichtem Buschwerk überwucherter Gedenkstein den Verdacht weckte, dass es sich hierbei möglicherweise nicht um solides Erdreich handelte. Da wir für die Einbeziehung des Hügels in den Spielplatz unbedingt Sicherheit über seine Beschaffenheit benötigten und unsere eigenen, mittels endoskopischer Technik unternommenen Klärungsversuche gescheitert waren, zogen wir Anfang 2009 des Denkmalamt Frankfurt unter der Leitung von Frau Dr. Hampel zu Rate. Ihm gelang es, das Geheimnis ans Tageslicht zu holen: Ein bestens erhaltenes Tonnengewölbe wurde - vorübergehend - freigelegt und im September 2009 für ein paar Stunden behutsam eröffnet, in dem 1843 der Franfurter Tuchhändler Philipp Heinrich Fleck seine letzte Ruhe gefunden hatte (eine Beisetzung außerhalb eines Friedhofes ist in Frankfurt außer Fleck nur noch 1772 Johann Christian Senckenberg auf dem Gelände des von ihm gestifteten Bürgerhospital und 1815 Jakob Guiolett gewährt worden).
Glücklicherweise hatte Fleck verfügt, dass seine Grabstätte ein "Tummelplatz für Kinder" sein sollte, sodass der geplanten Einbeziehung in den Spielplatz nichts im Wege stand. (Einzelheiten siehe "Beendete Projekte")
Schrittweise gibt der Hügel sein Geheimnis preis
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Das Mausoleum nach seiner behutsamen Eröffnung im September 2009 mit den fachkundigen Begutachtern Dr. Andrea Hampel, Direktorin des Denkmalamtes, und Planungsdezernent Edwin Schwarz
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...und bei der offiziellen Freigabe der Spielfläche im Dezember 2012 mit den Gästen Dr. Andrea Hampel und ihrem Mitarbeiter und Leiter der Grabungen Hans-Jürgen Semmler
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Im Hintergrund das Dach Mausoleums, entsprechend dem Fleck'schen Vermächtnis ein "Tummelplatz für Kinder"
Das rundherum "neue" Clementine Kinderhospital mit seiner erheblichen räumlichen Erweiterung, Modernisierung und attraktiven Gestaltung findet große Akzeptanz bei den Eltern unserer jungen Patienten. Sie schlägt sich in den steigenden Patientenzahlen und dem Erfolg der Klinik ebenso nieder wie das um den Schwerpunkt Diabetologie weiter ergänzte medizinische Angebot und die professionelle Geschäftsführung durch den "Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser".
Klinikleitung
Chefarztwechsel im Sommer 2003
Im Jahre 2003 berief der Stiftungsvorstand Priv. Doz. Dr. Kay Latta, Nephrologe an der Medizinischen Hochschule Hannover, zum Nachfolger des aus Altersgründen ausscheidenden Prof. Dr. Jürgen Dippell als Chefarzt des Kinderhospitals. Dr. Latta übernahm dessen spezielle medizinische Bereiche und sonstige Aufgaben, die gemeinsamen strategischen Ziele von Stiftungsvorstand und Krankenhausleitung sowie die bestehenden Baupläne, an deren Konkretisierung er maßgeblich beteiligt war.
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Prof. Dr. Jürgen Dippell Chefarzt und ärztlicher Direktor von 1982 bis 2003
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Priv. Doz. Dr. Roland Wönne, Zweiter Chefarzt ab1985 (gestorben 2005)
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Priv. Doz. Dr. Kay Latta Chefarzt und ärztlicher Direktot seit 2003
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Die Oberärztinnen im "Clemi", von links: Dr. Maya von Stauffenberg, ltd. OÄ, (bis 2011), Dr Monika Schröder (bis 2012), Dr. Ulrike Neirich
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Die Oberärzte im "Clemi", von links: Dr. Richard Kitz, eine Assistenzärztin, Dr. Christoph Rietschel
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Krankenhausbetriebsführungsvertrag
Um den erheblich gestiegenen Anforderungen an Krankenhausverwaltungen, insbesondere durch das neue Abrechnungssystem mittels Standardvergütungen für erbrachte medizinische Leistungen, Fallpauschalen oder DRGs (Diagnosis related Groups), zu begegnen, schlossen wir Anfang 2005 mit der HSK Rhein-Main GmbH Management Holding in Wiesbaden einen Krankenhausbetriebsführungsvertrag. Als Geschäftsführer wurden Tobias Gottschalk und in seiner Vertretung Dr. med. Petra Maksan bestellt.
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Tobias Gottschalk Geschäftsführer von 2005 bis 2008
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Dr. Petra Maksan, stellv. Geschäftsführerin 2007/08, im Vorstand des VFS für den Standort Clementine zuständig seit 2009
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Gedenktafel und Jubiläen
Gedenktafel für die Opfer des Nationalsozialismus
Im März 1998 wurde eine vom Frankfurter Bankier Michael Hauck gestiftete Gedenktafel für die im Nationalsozialismus ermordeten Kinder und vertriebenen Ärzte beider Krankenhäuser an der Innenhof-Fassade des Clementine Kinderhospitals enthüllt. Die Recherchen über die Geschehnisse am Dr. Christ'schen und am Clementine Kinderhospital während der Zeit des Nationalsozialismus waren von Stiftungsvorstand und Klinikleitung - viel früher als in den meisten anderen Krankenhäusern - bereits im Zusammenhang mit dem 150. Jubiläum der Dr. Christ'sche Stiftung im Jahr 1995 aufgenommen worden. Die damit beauftagte Historikerin Ute Daub fand Namen und Mosaiksteine von Schicksalen zweier ermordeter junger Patienten und von 5 vertriebenen oder im Konzentrationslager umgekommenen Ärzten, über die sie in einem Beitrag im Jubiläumsbuch von 1995 berichtete. Der Pariser Historiker und Politologe Prof. Alfred Grosser, Sohn des von den Nazis vertriebenen erfolgreichen ehemaligen Chefarztes des Clementine Kinderhospitals Prof. Dr. med. Paul Grosser, unterstützte die Idee einer Gedenktafel für diese Opfer.

Prof. Alfred Grosser, Oberbürgermeisterin Petra Roth, Stiftungsvorsitzende Barbara Reschke und Ignatz Bubis, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland

Die von Günter Maniewski gestaltete Gedenktafel, die im März 1998 enthüllt wurde
Da uns 1997/98, auch mithilfe der entsprechenden Berliner Archive, die lückenlose Aufklärung aller Einzelschicksale der Kinder und Ärzte gelungen war, konnten zur Enthüllungs-Feier Angehörige aller Opfer anreisen: aus USA, aus Chile, Frankreich, Spanien - und aus Frankfurt die Brüder der in Hadamar ermordeten Jungen. Wir hatten sie nicht über Gemeindebücher, Standesämter und Vereinsregister, sondern im Telefonbuch gefunden. Prof. Alfred Grosser, der als Kind die erzwungene Emigration der Familie (siehe oben) miterlebt hatte, hielt zu diesem Thema eine sehr bewegende Rede.
150. Jubiläum des Dr. Christ'schen Kinderhospitals
1995 wurde das 150-jährige Bestehen des Dr. Christ'schen Kinderhospitals im Römer begangen; es erschien ein Jubiläumsbuch über die Geschichte des Dr. Christ'schen Kinderhospitals, das - unter der besonderen Obhut von Dr. Wönne - auch einen medizinhistorisch wichtigen Beitrag über die Verfolgung der jüdischen Ärzte und die Euthanasie an jungen Patienten beider Kinderkrankenhäuser zur Zeit des Nationalsozialismus enthielt.
125. Jubiläum des Clementine Kinderhospitals und Eintrag ins Goldene Stiftungsbuch der Stadt
Prof. Grosser war auch unser Ehrengast im November 2000, als wir – wiederum mit einem Festakt im Kaisersaal des Römers – den 125. Geburtstag des Clementine Kinderhospitals feierten und unsere Stiftung in das Goldene Stiftungsbuch der Stadt Frankfurt eintragen durften.
Der Entstehungsgeschichte von Stiftung und Krankenhaus und dem außerordentlichen, lange Zeit weitgehend vergessenen Engagement der Familie Rothschild in Frankfurt widmet sich ein von unserer Stiftung herausgegebener kleiner, reich bebilderter Jubiläumsband. Seine Neuauflage, ergänzt um die Beschreibung der Neubauten und der weiteren Entwicklung des Krankenhauses, erschien Ende 2011.

Eintrag ins Goldene Stiftungsbuch der Stadt:Frankfurt: Dr. Manred Westpfahl, stellvertr. Vorsitzender des Stiftungsvorstands, Dr. Barbara Reschke, Vorsitzende, Oberbürgermeisterin Dr. h.c. Petra Roth
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Sozialministerin Marlies Mosiek-Urban, Stiftungsvorsitzende B. Reschke, Chefarzt Prof. Jürgen Dippell, Oberbürgermeisterin Dr. h.c.Petra Roth
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Dr.h.c. Dieter Hofmann, Frau Dr. Fritze-Dippell, Dr. Maya von Stauffenberg, Dr. Salomon Korn, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main
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Links und Bildmitte: Chefarzt Priv.Doz. Dr. Roland Wönne (gestorben 2005) und seine Frau Ingrid

Die Schauspieler Christian Tschirner, Jenny Schily und Charly Hübner lesen Texte der Stifterin Louise Freifrau von Rothschild
Zusammenschluss mit dem Bürgerhospital Frankfurt zum 1. Januar 2009
Gemeinsame Gründung des Krankenhausträgers "Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser e.V."
Parallel zu ihren Bauaktivitäten hat die Clementine Kinderhospital - Dr. Christ'sche Stiftung - wie bereits in der Vergangenheit mehrfach angedacht, aber aus unterschiedlichen Gründen noch nicht realisiert - die alleinige Trägerschaft zugunsten einer größeren Krankenhauseinheit aufgegeben: Zum 1. Januar 2009 hat sie ihr Kinderkrankenhaus mit dem langjährigen Kooperationspartner Bürgerhospital Frankfurt e. V. unter einem neuen gemeinsamen Trägerverein, dem „Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser e. V. “ (VFS), zusammengeführt und damit eine neue Phase in der Geschichte von Krankenhaus und Stiftung eingeleitet.

Die Vertreter beider Stiftungen und beider Krankenhäuser nach der Vertragsunterzeichnung von Links: Jürgen Wauch, Prof. Klaus Ring, Dr. Manfred Westpfahl, Prof. v. Ilberg, Dr. Barbara Reschke, Wolfgang Heyl, Dr. Kosta Schopow, Prof. Thomas Busse, Dr. Petra Maksan, Marcus Amberger, Dr. Welf Müller, Dr. Cathrin Schleussner, Dr. Thessen v. Heydebrek
Namen und Standorte bleiben erhalten
Unter Beibehaltung beider Namen betreibt dieser unverändert die Erwachsenenmedizin am Standort Bürgerhospital in der Nibelungenallee, die Kinder- und Jugendmedizin überwiegend am Standort Clementine Kinderhospital in der Theobald Christ Straße. Im Aufsichtsrat des VFS und seinem "Ausschuss Kinder" sind beide Stiftungen vertreten, um die Geschicke des VFS konstruktiv begleiten und die Interessen der von ihnen eingebrachten Krankenhäuser wahrnehmen zu können. Ärztlicher Direktor der gesamten Pädiatrie ist der Chefarzt des Clementine Kinderhospitals Priv. Doz. Dr. Kay Latta, der wesentlich zum gemeinsam verabschiedeten "Medizinischen Konzept" beigetragen hatte.
Zweck und Ziel der Fusion
In dieser Form können beide sich optimal ergänzenden traditionsreichen Stiftungskrankenhäuser, die sowohl regional als auch überregional anerkannt sind, gemeinsam den zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser begegnen, ihre komplementären Bereiche sichern und das wichtige Gebiet der Neugeborenen- und Kinderheilkunde gemeinsam ausbauen.
Veränderte Aufgaben der Clementine Kinderhospital-Dr. Christ'sche Stiftung nach der Fusion
Die Aufgaben der Stiftung haben sich dementsprechend verändert: Sie ist nicht mehr Betreiberin des Krankenhauses, sondern vertritt als „Mitgesellschafterin“ einer neuen, größeren Einheit in den Aufsichtsgremien die Interessen des Clementine Kinderhospitals und der Pädiatrie. Beide zu unterstützen ist weiterhin die Hauptaufgabe der Stiftung; deshalb ist sie für das Wohlwollen ihrer Freunde, Spender und Sponsoren unverändert dankbar. (Siehe auch unter "Aufgaben der Stiftung"). Die erste große gemeinsame Aufgabe von Stiftung und neuem Krankenhausträger waren Weiterführung und Abschluss der im Jahr 2005 von der Stiftung begonnenen umfangreichen Baumaßnahmen und die Fertigstellung des Außengeländes, das einen aus dem Konjunkturpaket geförderten Sicherheitszaun erhalten sollte. Auch auf Brandschutzmaßnahmen in einem geräumigen Dachgeschoss sollte sich die Förderung erstrecken, damit dieses als "Auslauf"- und Therapieraum speziell für neurologisch beeinträchtigte Kinder genutzt werden kann.

Sozialminister Jürgen Banzer besucht das Clementine Kinderhospital im Sommer 2009, alte und neue Krankenhausleitung sind versammelt von links: Dr. Petra Maksan, Marcus Amberger, beide im Vorstand des Vereins Frankfurter Stiftungskrankenhäuser, Dr. Barbara Reschke, Stiftungsvorsitzende, Dr. Kay Latta, Chefarzt und Ärztlicher Direktor der Pädiatrie, Wolfgang Heyl, Vorsitzender des Vereinsvorstands und Krankenhausdirektor, Dr. Maya von Stauffenberg, Leitende Oberärztin, und Hildegard Reuter, Pflegedienstleiterin am Standort „Clemi“
Generationswechsel im Stiftungsvorstand 2011
Nach 14- jähriger Tätigkeit als Vorstandsvorsitzende schied Dr. Barbara Reschke auf eigenen Wunsch zum 31. Mai 2011 aus ihrem Amt aus. Zu ihrer Nachfolgerin wählte der Stiftungsvorstand Dr. Cathrin Schleussner. Gleichzeitig übertrug Dr. Welf Müller sein Amt als Schatzmeister, das er 8 Jahre lang bekleidet hatte, an Prof. Thomas Busse. Beide neuen Funktionsträger hatten bereits seit einigen Jahren im Stiftungsvorstand mitgewirkt (siehe auch Organe der Stiftung). Die festliche Einweihung des erneuerten Krankenhauses anlässlich der Fertigstellung des Innenhofes - die erste gemeinsame Veranstaltung von altem und neuem Krankenhausträger - bot eine gute Gelegenheit für die offizielle Verabschiedung und die Vorstellung der Nachfolger. Zur großen Freude der Veranstalter waren neben den vielen Spendern, Sponsoren und Freunden des "Clemi" auch die Frankfurter Oberbürgermeisterin Dr. h.c. Petra Roth, der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner und der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Prof. Alfred Grosser aus Paris gekommen; sie bereicherten die Veranstaltung durch hoch interessante Redebeiträge.
  Von links: Krankenhausdirektor Heyl, der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner, Dr. Barbara Reschke, Oberbürgermeisterin Dr. h.c. Petra Roth, Prof. Alfred Grosser aus Paris (Das Foto ist eine Collage, die aber den Tatsachen entspricht)

Freude über den attraktiven Innenhof, von links: Krankenhausdirektor Wolfgang Heyl, Dr. Cathrin Schleussner, Vorsitzende des Stiftungsvorstands ab Juni 2011, Dr. Barbara Reschke, Vorsitzende und stellv. Vorsitzende des Aufsichtsrats des Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser (VFS) bis Juni 2011, Stifterpaar Sens. Prof. Carlo und Karin Giersch, Dr. Kosta Schopow, Aufsichtsratsvorsitzender des VFS
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Scheidende und neue Vorsitzende des Vorstands der Clementine Kinderhospital-Dr. Christ'sche Stiftung
Quellen:
"Festschrift zum 150-jährigen Jubiläum der Dr. Christ'schen Stiftung 1845 - 1995", erschienen 1995;"Full of talent and grace - Clementine von Rothschild 1845 - 1865 , zum 125- jährigen Bestehen des Clementine Kinderhospitals", erschienen 2000, Neuauflage 2011
Fotos:
Privat und Eilmes, Hantke, Herrmann, Joppen, Müller, Kretzer, Roselieb, Rüchel, Zweimalig Photographie
Jüngste Entwicklungen
Frankfurter Stiftungen verschmelzen ihre Krankenhausbetriebe
Die Pressemitteilung vom 12. Juli 2012 beschreibt ein zukunftsträchtiges Vorhaben von 4 Frankfurter Stiftungskrankenhäusern, zu denen auch das Clementine Kinderhospital gehört
Auszüge aus der Pressemeldung:
Frankfurter Stiftungen verschmelzen ihre Krankenhausbetriebe
Der Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser e.V. und die Stiftung Hospital zum heiligen Geist schließen sich zusammen und gründen die Frankfurter Stiftungskrankenhäuser GmbH. Sie wird ab 2013 der gemeinsame Träger der vier Krankenhäuser Bürgerhospital, Clementine Kinderhospital, Hospital zum Heiligen Geist und Krankenhaus Nordwest.
Die Krankenhausstandorte der vier Häuser werden weiter selbstverständlich erhalten und in ihrem Leistungsangebot und ihrer Zusammenarbeit ausgebaut werden. „Die Krankenhäuser sind bei der Frankfurter Bevölkerung hochangesehen und profitieren wechselseitig von den jeweiligen Experten. Wir sind überzeugt, dass damit eine Stärkung der freigemeinnützigen Krankenhäuser einhergeht“, sagt Wolfgang Heyl, Krankenhausdirektor des Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser e.V. und designierter Geschäftsführer der Frankfurter Stiftungskrankenhäuser GmbH. Die von den Stiftungen unterschriebene Vereinbarung soll die bestehenden Kooperationen sowohl des Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser als auch des Hospital zum heiligen Geist nicht in Frage stellen, sondern stärken. „Wir möchten die bestehenden Kooperationen vertiefen und sind offen für weitere Partnerschaften“, betont Jürgen Sprekelmeyer, Geschäftsführer der Stiftung Hospital zum heiligen Geist und designierter Sprecher der Geschäftsführung der Frankfurter Stiftungskrankenhäuser GmbH.
Auch der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner zeigt sich erfreut über die Fusionspläne: „Krankenhäuser können zukünftig nicht mehr als Einzelkämpfer bestehen, sondern werden nur in gesellschaftsrechtlichen Verbundstrukturen erfolgreich sein können. Mit dem Zusammenschluss werden Patientenversorgung und Wirtschaftlichkeit gestärkt.“
Die beteiligten Häuser und Stiftungen:
Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser e. V.
Seit 2009 sind das Bürgerhospital Frankfurt und das Clementine Kinderhospital im Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser e. V. zusammengefasst. Die beiden Krankenhäuser mit rund 1.000 Beschäftigten versorgen jährlich über 20.000 stationäre sowie über 50.000 ambulante Behandlungsfälle aus einem weiten Einzugsgebiet. Beide Häuser haben eine lange Tradition als Frankfurter Stiftungsinstitutionen. Das Bürgerhospital ist mittlerweile 230 Jahre in Frankfurt ansässig. Das Clementine Kinderhospital blickt auf eine160-jährige Geschichte zurück und ist damit eines der ältesten Kinderkrankenhäuser Deutschlands. Als Akademische Lehrkrankenhäuser der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt sind beide Krankenhäuser der umfassenden Ausbildung des medizinischen Nachwuchses verpflichtet.
Clementine Kinderhospital Im Clementine Kinderhospital werden kranke Kinder vom Frühgeborenen bis zum Jugendlichen behandelt. Das Kinderhospital verfügt über vier Stationen mit 75 vollstationären Betten und eine Tagesklinik. Neben der Allgemeinpädiatrie bietet das Krankenhaus mehrere medizinische Schwerpunkte (z.B. Nephrologie, Rheumatologie, Pneumologie, Psychosomatik und Rehabilitationsmedizin) und entsprechenden Spezialambulanzen. Bis zur Fusion im Jahre 2009 wurde das Kinderhospital durch die Clementine Kinderhospital- Dr. Christ’sche Stiftung betrieben.
Bürgerhospital Das Bürgerhospital Frankfurt ist ein Akutkrankenhaus der Regelversorgung mit 300 Plan-Betten und 16 Fachabteilungen. Das Bürgerhospital bietet fachabteilungsübergreifende Versorgungsschwerpunkte wie zum Beispiel Hessens größte Geburtsklinik mit der höchsten Versorgungsstufe (Perinatalzentrum Level 1), das Zentrum für Augenheilkunde, das Referenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie das Diabeteszentrum Rhein-Main, die Klinik für Pneumologie, Intensiv- und Beatmungsmedizin. Bis zur Ausgliederung wurde das Bürgerhospital durch die Dr. Senckenbergische Stiftung betrieben.
Stiftung Hospital zum heiligen Geist
Die Stiftung Hospital zum heiligen Geist ist eine milde Stiftung des öffentlichen Rechts in Frankfurt am Main. Ihre Ursprünge lassen sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Damals wie heute dienen die Einrichtungen der Stiftung der medizinischen Versorgung und der Ausbildung. Neben dem Krankenhaus Nordwest und dem Hospital zum heiligen Geist gehören die Seniorenstifte Hohenwald und Kronthal, die HP Hospital-Pflege GmbH mit der darin integrierten Agnes-Karll-Schule, die Hospital-Service & Catering GmbH sowie das Medizinische Versorgungszentrum am Krankenhaus Nordwest zur Stiftung Hospital zum heiligen Geist.
Krankenhaus Nordwest Das Krankenhaus Nordwest in Frankfurt am Main ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung im Rhein-Main-Gebiet mit 582 Betten in zehn Kliniken und vier Instituten. Jährlich werden über 20.000 stationäre und über 26.000 ambulante Behandlungsfälle versorgt. Das Krankenhaus beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter. Von überregionaler Bedeutung ist das Interdisziplinäre Tumorzentrum, in dem alle onkologisch tätigen Fachdisziplinen kooperieren und die Klinik für Neurologie, die über eine Stroke Unit und eine neurologische Intensivstation verfügt. Darüber hinaus spiegelt sich die fachliche Kompetenz in verschiedenen zertifizierten Zentren wider. Dazu gehören das Pankreaszentrum, das Darmzentrum, das Prostatakarzinomzentrum, das Gefäßzentrum, das Multiple-Sklerose Zentrum, die Brustschmerzeinheit (CPU) und das Palliativmedizinische Zentrum. Das Krankenhaus Nordwest ist jüngst als viertbestes Krankenhaus in Hessen vom Nachrichtenmagazin Focus gewählt worden.
Hospital zum heiligen Geist Das Hospital zum heiligen Geist ist ein Akutkrankenhaus der Regelversorgung mit 276 Betten und 50 tagesklinischen Plätzen in der Psychosomatischen Klinik in der Innenstadt Frankfurts. Es ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und einer von sechs ausgewiesenen unabdingbaren Notfallstandorten für das Versorgungsgebiet Frankfurt am Main/ Offenbach. Die Patienten werden in sieben Fachkliniken und Instituten auf höchstem medizinischem Niveau versorgt. Jährlich werden über 10.000 stationäre und über 16.000 ambulante Fälle behandelt. Das Hospital beschäftigt rund 350 Mitarbeiter. Die Fachdisziplinen umfassen die Medizinische Klinik, die Klinik für Allgemeinchirurgie mit der Sektion Gefäßchirurgie, die Psychosomatische Klinik, die Frauenklinik, die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie und das Institut für Radiologie.
Kooperation im Bereich Kinder- und Jugendmedizin beschlossen
Im Oktober 2012 haben der Verein Frankfurter Stiftungskrankenhäuser e.V. und das Klinikum der Goethe-Universität vertraglich vereinbart, die Zusammenarbeit ihrer verschiedenen Abteilungen bzw. Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin, einschließlich der Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, zu intensivieren. Sie wollen mit dieser Zusammenarbeit den Grundstein für den Aufbau eines hoch spezialisierten Zentrums für Kinder und Jugendliche legen, das zukunftsweisend für die optimale Versorgung junger Patienten werden soll.
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Vertreter beider Einrichtungen nach Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung: Prof. Thomas Busse, Dr. Michael Kriewald, Prof. Dr. Rettwitz-Volk, Dr. Petra Maksan, Prof. Dr.Jürgen Schölmerich, Dr. Hans-Joachim Conrad,, Dr. Kosta Schopow, Wolfgang Heyl, Prof. Dr. Thomas Klingebiel, Priv. Doz. Dr. Kay Latta, Marcus Amberger, Prof. Dr. Josef Pfeilschifter
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